OMD

OMD kehren auf die deutschen Bühnen zurück

„Auf diesem Album haben wir es geschafft, schöne Dinge aus Krach und sich wiederholenden Mustern zu machen. Das Problem ist nur, wir können nichts dagegen tun, es kommen immer wieder eingängige Melodien dabei heraus“ – so kündigt Andy McCluskey das kommende OMD-Album „The Punishment Of Luxury“ an. Und eben genau das gilt für das gesamte Œuvre der britischen Electro-Pioniere …

Aus zwei Kids wird OMD

Das nimmt seinen Anfang 1978 als mit Andy und Paul Humphreys zwei Kids aufeinander treffen, die gleichermaßen von der Do-It-Yourself- und Everything-Goes-Haltung des Punk und von Electro-Avantgardisten wie Kraftwerk begeistert sind. Zusammen beginnen sie an geliehenen und selbst modifizierten Synthies an Sounds zu schrauben und die Ergebnisse klingen nicht nur radikal modern und neu, sie sind es auch. „Electricity“ heißt 1979 die erste wegweisende Single (und klingt auch so), der Durchbruch kommt 1981 mit dem „Organisation“-Album und dem Hit „Enola Gay“, 1982 gelingt ihnen dann mit „Maid Of Orleans (The Waltz Of Joan Of Arc)“ die weltweit meistverkaufte Single des Jahres. Das simple Erfolgsgeheimnis: Neuartige elektronische Soundtexturen treffen auf unwiderstehliche Ohrwurm-Melodien. Die Erfolgsstory hält bis 1988 an, dann trennt man sich aus purer Erschöpfung und wegen kreativer Differenzen.

Das schöne Ding aus Krach

McCluskey veröffentlicht zwischen 1991 und ’96 noch drei weitere Alben unter dem OMD-Label, denen aber die Magie der Originale fehlt. Die stellt sich 2005 wieder ein als er und Humphreys während der Produktion einer TV-Show wieder zusammentreffen und beschließen den Faden wieder aufzunehmen. Das „History Of Modern“-Album leitet 2010 das glanzvolle Comeback ein, 2013 folgt „English Electric“ und am 1. September kommt „The Punishment Of Luxury“. OMD betreiben also nicht die kommerzielle Ausbeutung ihrer  glorreichen Vergangenheit, sondern funktionieren nach wie vor als kreative Einheit – als Mittler zwischen Krach und Melodie. Klingt einfach, ist es aber nicht und wirklich würdige Nachfolger haben sich bis heute kaum gefunden.

Die Termine:
26.11.    Hamburg,  Große Freiheit
28.11.    Berlin, Huxley’s Neue Welt
29.11.    Leipzig, Haus Auensee
30.11.    München, Tonhalle
02.12.    Offenbach, Stadthalle
03.12.    Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle

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