A Summers Tale Festival


Die Zeiten in denen man eines der großen Sommer-Festivals mit einem Discounter-Einwegzelt und einer Palette Dosenbier bestritt, scheinen weitgehend der Vergangenheit anzugehören. Diese klassisch archaische Survival-Strategie kommt ohnehin nur für eine mehr oder weniger jugendliche Spaß-Guerilla in Frage, ist man als Musikfan aber erst einmal ein wenig in die Jahre gekommen und plant sein jährliches Festival-Vergnügen gar im Kontext eines Familienausflugs müssen andere Konzepte her. Und an diese Klientel wendet sich in diesem Jahr zum dritten Mal das Summer's Tale in der idyllischen Lüneburger Heide.

Denn das "entspannteste Festival Deutschlands“ im Eventpark Luhmühlen setzt auf genau diese Aspekte: eine gewisse Form von Komfort und Luxus plus Familientauglichkeit – und das gilt für alle Belange vom kulinarischen Angebot über die Unterbringung bis zu den Event-Angeboten abseits des musikalischen Live-Programms. Zwar ist man auch hier mit der obig erwähnten, minimalistischen Grundausstattung willkommen, aber die Zielgruppe des Summer's Tale wählt dann doch zwischen diversen Komfortcamping-Variationen (ob mit eigenem oder vor Ort gemieteten Zelt) und die Angebote reichen vom Familienzelt bis zur luxuriösen Summer Lodge. Wer gerne ein festes Dach über dem Kopf hat, kann auch mit dem eigenen Campingwagen anreisen (dem auch ein eigener Stromanschluss geboten wird) oder sich gleich in eines von drei Lüneburger Hotels einmieten, die Summer's-Tale-Kontingente bereitstellen. Dem Camper steht ein kostenfreier Gepäckshuttle-Service zur Verfügung, der Komfort-Camper darf sich auf befestigte Hauptwege, eigene sanitäre Anlagen, eine Rezeption für alle Fragen, Schließfächer, ein reichhaltiges Frühstücksangebot und eigene Parkflächen freuen. Wer sich diesen Luxus leistet, der verzichtet wohl auch gerne auf die Mühsal des Zeltaufbaus, kein Problem, die entsprechenden Edel-Zelte kann man natürlich auch schon fertig und vom Profi aufgestellt anmieten. Die gesparte Zeit kann man dann umgehend anderweitig nutzen.

Zum Beispiel um erst mal lecker Essen zu gehen. Freunde des klassischen (Festival-)Fastfoods können ihre Suche eigentlich von vornherein einstellen, denn natürlich wird bei allen ca. 20 “Buden“ höchste Qualität angeboten. Das Speisenangebot bewegt sich zwischen den Polen regional, bio, vegetarisch und vegan und hier findet sich auch die ein oder andere exotische Spezialität, die man selbst als Großstadthipster nur vom Hörensagen kennt – und das Angebot reicht bis zum Drei-Gänge-Menü inklusive Sommelier-Begleitung im Restaurantzelt. Satt und zufrieden kann man sich nun (samt Familie) dem weiteren Freizeitangebot widmen, das derart umfang- und abwechslungsreich aufgestellt ist, dass man fast aufpassen muss, nicht das Konzertprogramm zu versäumen. Die Auswahl reicht von Lesungen (in diesem Jahr u.a. mit Heinz Strunk, Rocko Schamoni, Arno Frank und vielen anderen) über Filme (drei deutsche Indie-Spielfilmproduktionen inklusive Künstlergespräch mit den Regisseuren plus zwei "Shortfilm Sessions“), es gibt Performances & Vorträge samt Poetry Slam, Massenkaraoke und Gute-Leben-Bingo, zwischendurch könnte man in der Workshop- und D.I.Y.-Abteilung Platt lernen, Fährten lesen, Wein verkosten, Meditieren, Filzen oder auch mit Bäumen kommunizieren – und das sind nur grobe Eckpunkte. Ein zentraler Faktor ist natürlich auch die Bespaßung des Nachwuchses, den man unkompliziert im Kinderzelt oder der Zwergstadt loswerden kann, wo unter anderem Kindertanz-Gruppen und Elmar der bunte Elefant warten. Wer dann noch nicht bei der Kräuter- oder Barfußwanderung, bei der Kanutour oder in der Activity Area verloren gegangen ist, der dürfte bereit sein für das eigentliche Summer's Tale-Programm und hier sprechen wir selbstverständlich von den musikalischen Live-Darbietungen.

Auf dem Summer's Tale spielt natürlich nicht jeder, sondern der Hochadel des Indie- und Alternative-Universums und in diesem Jahr wie in den Jahren zuvor auch der weitgehend etablierte – auch hier gilt: bewährte Qualität direkt von Erzeuger! Das Line-up spricht dann auch für sich selbst: Pixies, PJ Harvey, Feist, Franz Ferdinand, Element Of Crime, Birdy, Conor Oberst, Johnossi, Stereo MC's, The Notwist, Bear's Den, The Common Linnets, Judith Holofernes, von Brücken, Get Well Soon, Unter meinem Bett, Cigarettes After Sex, Die Sterne, Electric Swing Circus, Bernd Begemann & Die Befreiung, Dan Croll, Dear Reader, Rhonda, William McCarthy, Rocky Votolato, Blaudzun, Thomas Dybdahl, Tash Sultana oder A Tale Of Golden Keys. Damit natürlich nicht genug, im Revolver Club-Zelt tobt auch noch nach den Live-Shows der Dancefloor, angeheizt von handverlesenen DJs. Hier lässt es sich ganz nach Façon chillen oder abgehen und das vergleichsweise reuelos, denn auf den Komfortcamper wartet schließlich anschließend schon das Frühstücksangebot. Und danach bitte nicht vergessen etwaig übrig gebliebene Lebensmittel in einem der Foodsharing-Zelte abzugeben. Ehrenamtliche Helfer von Foodsharing e.V. sorgen dann für ihre Umverteilung und klären über Lebensmittelverschwendung auf – alles, was am Ende des Festivals übrig bleibt, wird an die örtliche Tafeln gespendet. Die Frage, die sich danach bereits zum dritten Mal stellen wird, lautet dann natürlich wieder "Whatever Happened To My Rock And Roll ?!?“ (Black Rebel Motorcycle Club). Wild und gefährlich geht tatsächlich anders, aber dass Rock'n'Roll zusammen mit Familie und kultiviertem Freizeitspaß geht, hat ebenfalls ganz entschieden was für sich – und das ist die eigentliche Pionierleistung dieses Festivals. Sich hackedicht im Schlamm wälzen geht natürlich auch und das wohl sogar auf dem Summer's Tale – aber das müssen man dann mit seinem Partner und den Kids klären …

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Die Zeiten in denen man eines der großen Sommer-Festivals mit einem Discounter-Einwegzelt und einer Palette Dosenbier bestritt, scheinen weitgehend der Vergangenheit anzugehören. Diese klassisch archaische Survival-Strategie kommt ohnehin nur für eine mehr oder weniger jugendliche Spaß-Guerilla in Frage, ist man als Musikfan aber erst einmal ein wenig in die Jahre gekommen und plant sein jährliches Festival-Vergnügen gar im Kontext eines Familienausflugs müssen andere Konzepte her. Und an diese Klientel wendet sich in diesem Jahr zum dritten Mal das Summer's Tale in der idyllischen Lüneburger Heide.

Denn das "entspannteste Festival Deutschlands" im Eventpark Luhmühlen setzt auf genau diese Aspekte: eine gewisse Form von Komfort und Luxus plus Familientauglichkeit – und das gilt für alle Belange vom kulinarischen Angebot über die Unterbringung bis zu den Event-Angeboten abseits des musikalischen Live-Programms. Zwar ist man auch hier mit der obig erwähnten, minimalistischen Grundausstattung willkommen, aber die Zielgruppe des Summer's Tale wählt dann doch zwischen diversen Komfortcamping-Variationen (ob mit eigenem oder vor Ort gemieteten Zelt) und die Angebote reichen vom Familienzelt bis zur luxuriösen Summer Lodge. Wer gerne ein festes Dach über dem Kopf hat, kann auch mit dem eigenen Campingwagen anreisen (dem auch ein eigener Stromanschluss geboten wird) oder sich gleich in eines von drei Lüneburger Hotels einmieten, die Summer's-Tale-Kontingente bereitstellen. Dem Camper steht ein kostenfreier Gepäckshuttle-Service zur Verfügung, der Komfort-Camper darf sich auf befestigte Hauptwege, eigene sanitäre Anlagen, eine Rezeption für alle Fragen, Schließfächer, ein reichhaltiges Frühstücksangebot und eigene Parkflächen freuen. Wer sich diesen Luxus leistet, der verzichtet wohl auch gerne auf die Mühsal des Zeltaufbaus, kein Problem, die entsprechenden Edel-Zelte kann man natürlich auch schon fertig und vom Profi aufgestellt anmieten. Die gesparte Zeit kann man dann umgehend anderweitig nutzen.

Zum Beispiel um erst mal lecker Essen zu gehen. Freunde des klassischen (Festival-)Fastfoods können ihre Suche eigentlich von vornherein einstellen, denn natürlich wird bei allen ca. 20 "Buden" höchste Qualität angeboten. Das Speisenangebot bewegt sich zwischen den Polen regional, bio, vegetarisch und vegan und hier findet sich auch die ein oder andere exotische Spezialität, die man selbst als Großstadthipster nur vom Hörensagen kennt – und das Angebot reicht bis zum Drei-Gänge-Menü inklusive Sommelier-Begleitung im Restaurantzelt. Satt und zufrieden kann man sich nun (samt Familie) dem weiteren Freizeitangebot widmen, das derart umfang- und abwechslungsreich aufgestellt ist, dass man fast aufpassen muss, nicht das Konzertprogramm zu versäumen. Die Auswahl reicht von Lesungen (in diesem Jahr u.a. mit Heinz Strunk, Rocko Schamoni, Arno Frank und vielen anderen) über Filme (drei deutsche Indie-Spielfilmproduktionen inklusive Künstlergespräch mit den Regisseuren plus zwei "Shortfilm Sessions"), es gibt Performances & Vorträge samt Poetry Slam, Massenkaraoke und Gute-Leben-Bingo, zwischendurch könnte man in der Workshop- und D.I.Y.-Abteilung Platt lernen, Fährten lesen, Wein verkosten, Meditieren, Filzen oder auch mit Bäumen kommunizieren – und das sind nur grobe Eckpunkte. Ein zentraler Faktor ist natürlich auch die Bespaßung des Nachwuchses, den man unkompliziert im Kinderzelt oder der Zwergstadt loswerden kann, wo unter anderem Kindertanz-Gruppen und Elmar der bunte Elefant warten. Wer dann noch nicht bei der Kräuter- oder Barfußwanderung, bei der Kanutour oder in der Activity Area verloren gegangen ist, der dürfte bereit sein für das eigentliche Summer's Tale-Programm und hier sprechen wir selbstverständlich von den musikalischen Live-Darbietungen.

Auf dem Summer's Tale spielt natürlich nicht jeder, sondern der Hochadel des Indie- und Alternative-Universums und in diesem Jahr wie in den Jahren zuvor auch der weitgehend etablierte – auch hier gilt: bewährte Qualität direkt von Erzeuger! Das Line-up spricht dann auch für sich selbst: Pixies, PJ Harvey, Feist, Franz Ferdinand, Element Of Crime, Birdy, Conor Oberst, Johnossi, Stereo MC's, The Notwist, Bear's Den, The Common Linnets, Judith Holofernes, von Brücken, Get Well Soon, Unter meinem Bett, Cigarettes After Sex, Die Sterne, Electric Swing Circus, Bernd Begemann & Die Befreiung, Dan Croll, Dear Reader, Rhonda, William McCarthy, Rocky Votolato, Blaudzun, Thomas Dybdahl, Tash Sultana oder A Tale Of Golden Keys. Damit natürlich nicht genug, im Revolver Club-Zelt tobt auch noch nach den Live-Shows der Dancefloor, angeheizt von handverlesenen DJs. Hier lässt es sich ganz nach Façon chillen oder abgehen und das vergleichsweise reuelos, denn auf den Komfortcamper wartet schließlich anschließend schon das Frühstücksangebot. Und danach bitte nicht vergessen etwaig übrig gebliebene Lebensmittel in einem der Foodsharing-Zelte abzugeben. Ehrenamtliche Helfer von Foodsharing e.V. sorgen dann für ihre Umverteilung und klären über Lebensmittelverschwendung auf – alles, was am Ende des Festivals übrig bleibt, wird an die örtliche Tafeln gespendet. Die Frage, die sich danach bereits zum dritten Mal stellen wird, lautet dann natürlich wieder "Whatever Happened To My Rock And Roll ?!?" (Black Rebel Motorcycle Club). Wild und gefährlich geht tatsächlich anders, aber dass Rock'n'Roll zusammen mit Familie und kultiviertem Freizeitspaß geht, hat ebenfalls ganz entschieden was für sich – und das ist die eigentliche Pionierleistung dieses Festivals. Sich hackedicht im Schlamm wälzen geht natürlich auch und das wohl sogar auf dem Summer's Tale – aber das müssen man dann mit seinem Partner und den Kids klären …


Beiträge auf eventmagazin.info

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A Summer's Tale: Interview mit Veranstalter Stephan Thanscheidt
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Die ersten Bandbestätigungen für A Summer's Tale sind da

Tourneen:

A Summer's Tale Festival 2019 - Festivals
A Summers Tale Festival
01.08.19 Eventpark Luhmühlen LUHMÜHLEN Tickets