Against Me! (c) Birgit Stelzer

Against Me! Gut gebrüllt Löwin

Mit Vorreden hat’s die Band aus Florida nicht so, dafür mit Vorbands. Gleich zwei durften ran, und die erste sei an dieser Stelle lobend erwähnt: „Mobina Galore“ sind zwei Kanadierinnen, die mit nur einem Schlagzeug und einer Gitarre einen wunderbar kompakten Punk-Klangteppich weben. Merken! Nach „Milk Teeth“ gehörte die Bühne dann endlich Against Me! und vor allem Laura Jane Grace und ihrer gewaltigen physischen Raubtierpräsenz: Ohne Ankündigung röhrte sie gleich mal „True Trans Soul Rebel“ ins Mikro, schüttelte ihren Löwenkopf und brachte das sonst eher betuliche Münchner Publikum ganz locker zum Pogen.

Against Me! – handfester Punkrock mit politischen Botschaften

Auch im weiteren Verlauf des Abends verzichtete die Sängerin komplett darauf, die kommenden Titel oder überhaupt irgend etwas anzusagen, vermutlich, um die weiter pogenden Menge vor der Bühne nicht unnötig zu stören. Außerdem: Wer nicht redet, kann umso mehr singen, und so konnten in den eineinhalb Stunden, die das Konzert dauerte, ganze 23 großartige Songtitel untergebracht werden, von „White Crosses“ über „Transgender Dysphoria Blues“ bis zum finalen „Sink Florida Sink“. Handfester Punkrock mit politischen Botschaften – immer wieder gut!

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