Future Islands (c) Roland Aust

Future Islands in München – romantisch, wütend, sensibel

„Vielen Dank für die ausverkaufte Show“ hing am Eingang der Münchner Theaterfabrik, die entsprechend natürlich bis zum Bersten gefüllt war. Kein Wunder, schließlich hatten sich Future Islands, die Überflieger des Synth-Indie-Pop angekündigt. Für die erste Überraschung des Abends sorgten allerdings Zack Mexico aus North Carolina, die mit ihrer wilden Mischung aus Post-Rock, Psychedelic Pop und Punk angenehm überraschten und am Ende des Sets gefeiert wurden. Das Publikum selber war regelrecht auf Party gebürstet, und die begann dann auch mit den ersten Tönen von Future Islands.

Die Ausdruckspalette von Future Islands

Deren Show bestritt in erster Linie der charismatische Sänger Samuel T. Herring. Während Bassist und Gitarrist William Cashion, Keyboarder Gerrit Welmers und Schlagzeuger (und neues festes Mitglied) Michael Lowry ziemlich statisch im Hintergrund agierten, wirbelte Herring in seiner ganzen Theatralik über die Bühne. Dennoch wirkte sein Auftritt nie einstudiert oder inszeniert, man kaufte ihm die Emotionen, von romantisch über wütend bis verletzlich sensibel, voll und ganz ab. Die Ausdruckspalette reichte von Brüllen bis zum Flehen in Stimme, Gestik und Bewegung, die Musik bildete eher den melancholisch-sphärischen und dennoch durchgehend tanzbaren Hintergrund. Am Ende wirkte vor allem Herring erschöpft aber glücklich – und ebenso sein Publikum.

Konzert am 08. November in der Theaterfabrik in München

 

Future Islands live in München

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(c) Roland Aust