KISS (c) Roland Aust

KISS in München: Das ging in Ordnung

Die Frage stellt sich zwangsläufig: Ist das wirklich noch in Ordnung, wenn sich vier Männer, davon zwei bereits jenseits des 60. Lebensjahres, die anderen kurz davor, noch als Demon, Starchild, Catman und Spaceman schminken und verkleiden und wie 25-Jährige Glamrock spielend über die Bühne wirbeln? Die Antwort nach dem Konzert von KISS in der Münchner Olympiahalle lautet: Jein. So ein bisschen peinlich ist die Show durchaus, aber die vier und allen voran Gene Simmons und Paul Stanley rocken ihre Show dermaßen selbstbewusst runter, dass das nach wenigen Minuten vergessen ist.

KISS machen’s auch für’s Publikum

Der Ablauf selber ist für jeden, der KISS in den letzten 20 Jahren live gesehen hat, bekannt, was ebenfalls absolut in Ordnung geht. Denn die Einlagen von Simmons als Blutspucker, Stanleys Flug durch die Halle und natürlich auch das Spielen der alten Kracher „I Was Made For Lovin‘ You“ und „Detroit Rock City“ sind schließlich genau das, was ihr Publikum will. Da verzeiht man am Ende auch den etwas sehr breiigen Sound in der Olympiahalle.

>Konzert am 18. Mai in der Münchner Olympiahalle