Limp Bizkit Rockavaria (c) Roland Aust

Rockavaria – erfolgreiches Wochenende trotzt Absage der Toten Hosen

Als Dog Eat Dog gegen Ende ihres Sets beim Rockavaria auf dem Münchner Königsplatz das Publikum aufforderten, auch mal für den Veranstalter einen warmen Applaus zu spenden, ließen sich die Festivalgäste nicht zwei Mal bitten. Was keine Selbstverständlichkeit war, immerhin hatte am Freitag kurzfristig der Headliner für den zweiten Tag, die Toten Hosen, abgesagt. Doch das Angebot, die Tickets zurückzunehmen oder sich wahlweise einen ordentlichen Teil seines Eintrittsgeldes zurückerstatten zu lassen, war im höchsten Maße fair. Von der Rückgabe-Option machte wohl kaum jemand Gebrauch, der Königsplatz war mit jeweils 35.000 Festivalfans an beiden Tagen (die sogar bis auf klitzekleine Regengüsse trocken blieben) ordentlich gefüllt.

Bruce vs. Eddie

Der erste Tag gehörte eindeutig mit Bands wie Arch Enemy, Killswitch Engage und Dragonforce, der Metalfraktion. Höhepunkt war selbstverständlich die Show von Iron Maiden, die, wie gewohnt, eine engagierte und bombastischen Show zu einem Best-Of-Programm ablieferten. Inklusive einem Kampfflugzeug aus dem zweiten Weltkrieg in Originalgröße, gotischer Kathedrale, jeder Menge Pyro und mit einem überlebensgroßen Eddie, der sich mit Bruce Dickinson duellierte.

Limp Bizkit beschließen das Rockavaria

Am Sonntag standen Alternative, Punk und Indierock auf dem Programm. Wobei hier die australischen Blues-Hard-Rocker Rose Tattoo ein wenig aus dem Rahmen fielen, aber dafür eine der besten Shows des Tages boten. Und für die Hosen-Fans gab es bei den Donots in Sachen Punkrock ausreichend Entschädigung, die Westfalen trösteten über die Absage sogar mit einem Cover von „Opel Gang“ hinweg. Am Abend beschlossen schließlich Limp Bizkit, die an die Headliner-Position gerutscht waren, das Festival.

Zerpflücktes Set

Das Set selber war allerdings ein wenig wirr: Zwar hatten Fred Durst, Wes Borland & Co so ziemlich alle ihre Hits von „Nookie“ über „Rollin‘“ bis „My Generation“ im Gepäck, doch zwischendrin gab es immer wieder kurze Einlagen wie kurze Anspielungen von Songs wie „Smells Like Teen Spirit“, „Song 2“ oder „Seven Nation Army“, die die Gesamtperfomance eher zerpflückten als auflockerten. Lediglich eine Coverversion von „Killing In The Name Of“ wurde komplett dargeboten – und die Band dafür frenetisch gefeiert.

>Festival am 9. und 10. Juni in München

 

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